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Pressemitteilung: Sofortmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften zum Schutz vor Corona

Aufgrund der beengten Zustände in Gemeinschaftsunterkünften und den oft schwierigen hygienischen Bedingungen sind Geflüchtete von einer Infektion mit dem Coronavirus besonders bedroht. Oberbürgermeisterkandidatin Sigi Hagl und Grünen- Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf, um ein ungehindertes Ausbreitung des Coronavirus in Gemeinschaftsunterkünften zu verhindern. Aufgrund eines Corona-Falls wurde vor wenigen Tagen die Flüchtlingsunterkunft in der Porschestraße in Landshut, in der 145 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht sind, komplett unter Quarantäne gestellt.

„Es ist jetzt dringend notwendig, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die dort untergebracht sind, umgehend zu verlegen und dezentral unterzubringen. Nur so können schwerwiegende Krankheitsverläufe vermieden werden“, fordert Hagl von der Regierung von Niederbayern, die zuständig ist für die Einrichtung in der Porschestraße. Zudem müssten jetzt Vorkehrungsmaßnahmen für die große Sammelunterkunft mit 400 Geflüchteten an der Niedermayerstraße, getroffen werden, so Hagl. Aufgrund der beengten Zustände und den oft schwierigen hygienischen Bedingungen seien Geflüchtete von einer Infektion mit dem Coronavirus besonders bedroht: „Die Menschen leben zu dritt oder zu viert in kleinen Zimmern, teilen sich Bäder, Toiletten und Essensräume. Es kann weder ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, noch Sozialkontakte vermieden werden. Sie haben keinen Ort, wo sie sich und andere schützen können.“ Um die Menschen zu schützen und ein ungehindertes Ausbreitung des Coronavirus‘ zu verhindern, sei es zudem notwendig, derzeit nicht genutzte Einrichtungen wieder in Betrieb zu nehmen und die Menschen, die in der Niedermayerstraße untergebracht sind, auf kleinere Einheiten zu verteilen, so die Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger: „Bezirksregierung, Stadt und Landkreis müssen jetzt alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege leiten.“ Außerdem müsse eine adäquate Gesundheitsversorgung und Betreuung der Geflüchteten sichergestellt sein. „Mit dem bloßen Abriegeln von Gebäudetrakten oder kompletten Unterkünften ist es nicht getan. Bezirksregierung, Stadt und Landkreis müssen jetzt alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege leiten“, so Steinberger.

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